Digitaler Resonanzraum

Wahrnehmen · innehalten · antworten · weiterdenken

Bevor Sie weiterlesen

Für einen Moment innehalten

Was nehmen Sie gerade wahr?

Im Körper.
In den Gedanken.
In Ihrer Umgebung.

Sie müssen nichts verändern.

Ein Raum für pädagogische Aufmerksamkeit

Der Digitale Resonanzraum richtet sich an interessierte Lehrpersonen. Sie können die Erkundungen ohne Vorbereitung, ohne Kenntnis des Handbuchs und unabhängig von einer Fortbildung nutzen.

Im pädagogischen Alltag müssen wir häufig schnell wahrnehmen, entscheiden und handeln. Zwischen dem, was geschieht, und unserer Antwort darauf bleibt dabei manchmal nur wenig Raum.

Der Digitale Resonanzraum lädt dazu ein, diesen Zwischenraum genauer zu erkunden: Was nehme ich wahr? Was geschieht in mir? Wie begegne ich anderen? Welche Bedingungen beeinflussen eine Situation – und welche Antwort wird möglich?

Achtsamkeit bezeichnet hier eine Hinwendung zur eigenen Wahrnehmung, zu Deutungen und Reaktionen. Ein bestimmter innerer Zustand wird dabei nicht angestrebt.

Eine Bewegung, kein Programm

Wahrnehmen · Innehalten · Antworten · Weiterdenken

Diese Begriffe markieren miteinander verbundene Möglichkeiten, keine festgelegte Abfolge. Resonanz lässt sich nicht herstellen oder versprechen. Die Erkundungen laden dazu ein, Situationen aus dem schulischen Alltag zu betrachten. Ob daraus später ein Austausch oder gemeinsames Weiterdenken entsteht, bleibt offen.

Drei Blickrichtungen

Ich

Was nehme ich wahr? Was geschieht in mir? Welche Gedanken, Gefühle und Impulse tauchen auf?

Beziehung

Was geschieht zwischen mir und anderen? Wie höre, deute und antworte ich?

Institution

Welche schulischen Bedingungen ermöglichen oder erschweren Aufmerksamkeit, Begegnung und Beteiligung?

Digitale Erkundungen

Kein klassischer Onlinekurs

Der Digitale Resonanzraum vermittelt nicht Schritt für Schritt Inhalte, die anschließend abgefragt oder überprüft werden.

Ausgangspunkt sind Situationen und Erfahrungen aus dem eigenen pädagogischen Alltag. Kurze Impulse laden dazu ein, genauer wahrzunehmen, zu unterscheiden und unterschiedliche Sicht- und Antwortmöglichkeiten offenzuhalten.

In den Erkundungen erhalten Sie zunächst Gelegenheit, eine eigene Situation zu betrachten. Weiterführende theoretische Angebote ergänzen diese Betrachtung, ohne deren persönliche Bedeutung festzulegen.

Es wird keine bestimmte persönliche Antwort erwartet. Ihre Antworten werden nicht bewertet. Sie entscheiden selbst, wie lange Sie bei einer Frage bleiben. Was für Sie dabei bedeutsam wird, bleibt offen.

Sie müssen dabei nichts über sich preisgeben. Die persönlichen Antworten bleiben bei Ihnen.

Der Resonanzraum entsteht

Ein erster Zugang

Der Digitale Resonanzraum entwickelt sich schrittweise. Den Anfang machen kleine Erkundungen des Zwischenraums zwischen Wahrnehmung und Antwort.

Eine Vorbereitung oder Eingabe ist nicht erforderlich. Für die Erkundung gibt es keine vorgegebene Dauer.

Erprobungsphase

Dieser Raum ist noch im Werden

Die digitalen Erkundungen werden schrittweise weiterentwickelt. Erste Nutzerinnen und Nutzer haben sie durchlaufen und kurze Rückmeldungen zur angebotenen Form gegeben.

Dabei interessiert besonders, wie Sprache, Fragen und Gestaltung erlebt werden: Wo entsteht Raum zum Wahrnehmen und Nachdenken? Wo wird die Erfahrung zu stark gelenkt, bleibt unklar oder wirkt möglicherweise störend?

Rückmeldungen helfen dabei, den Digitalen Resonanzraum weiterzuentwickeln.

Eine Rückmeldung ist freiwillig und nicht erforderlich, um die Erkundungen zu nutzen.

Zur Gestaltung der Erkundungen

Didaktik des digitalen Resonanzraums

Wie lässt sich ein digitaler Erkundungsweg gestalten, der Orientierung bietet und persönliche Wahrnehmungen und Antworten offenhält?

Die Ausarbeitung erläutert die theoretischen Bezüge, die neun Gestaltungsprinzipien und ihr Zusammenspiel in den vier Sensing-Erkundungen. Sie beschreibt zugleich die Grenzen des bisherigen Entwicklungsstands und offene Fragen der Evaluation.

Die Lektüre bietet eine optionale Vertiefung. Für die Nutzung der Erkundungen wird sie nicht vorausgesetzt.

Stockem, U. (2026):
Didaktik des digitalen Resonanzraums: Bedingungen der Möglichkeit eigenständiger Wahrnehmung, Erfahrung und Antwort.
Version 1.0.

Didaktikskript auf Zenodo öffnen

Hintergrund

Den Ansatz vertiefen

Der Digitale Resonanzraum steht im Zusammenhang mit dem Ansatz einer resonanzbasierten Schulentwicklung. Wer sich vertiefter mit den theoretischen und pädagogischen Grundlagen auseinandersetzen möchte, findet sie in:

Stockem, U. (2026):
Resonanzbasierte Schulentwicklung: Von der individuellen Haltung zur institutionellen Mündigkeit.
Version 4.2, veröffentlicht am 25. August 2026.

Veröffentlichung auf Zenodo öffnen