Eine persönliche Erkundung · Presencing

Noch nicht entscheiden

Die folgenden Impulse laden dazu ein, eine offene Situation aus dem schulischen Alltag zu betrachten und eigenen Gedanken und Impulsen Aufmerksamkeit zu schenken.

Den Weg im eigenen Tempo gehen. Bei einer Frage verweilen. Eine Frage offenlassen.

Eine Entscheidung steht nicht im Mittelpunkt. Auch eine vorläufige Antwort oder eine weiterhin offene Frage haben Raum.

Für persönliche Notizen steht ein Dokumentationsbogen als PDF zur Verfügung. Einzelne Worte genügen.

Eine Rückgabe oder Übermittlung an den Resonanzraum ist nicht vorgesehen.

Dokumentationsbogen (PDF)

Erprobungsfassung · 0.1

Eine offene Situation

Eine Situation aus dem schulischen Alltag in Erinnerung rufen, in der eine Antwort noch aussteht.

Ein Gespräch, das noch zu führen ist.
Eine Bitte, auf die noch keine Antwort feststeht.
Eine Entscheidung über den nächsten Schritt.

Oder eine andere offene Frage.

Eine überschaubare Situation wählen, die gerade keine unmittelbare Handlung verlangt.

Welche Situation zeigt sich?

Auch ohne passende Situation die Frage zunächst offenlassen oder die Erkundung für heute beenden.

Was steht noch offen?

Die Situation einen Moment betrachten.

Worum geht es?
Was ist bereits geklärt?
Was steht noch offen?

Auch das Unklare zunächst stehen lassen.

Was steht noch aus?

Beim Betrachten

Die Aufmerksamkeit darauf richten, was beim Betrachten der Situation gerade wahrnehmbar ist.

Ein Gedanke.
Eine körperliche Empfindung.
Ein Impuls, etwas zu tun.

Oder etwas anderes.

Auch bei einem unbestimmten Eindruck bleiben.

Was fällt gerade auf?

Einen Moment bleiben

Bei dem bleiben, was gerade auffällt.

Ohne es sofort weiterzuführen.
Ohne daraus bereits eine Antwort zu formen.

Auch das Unbestimmte stehen lassen.

Was bleibt gegenwärtig?

Noch einmal auf die Situation schauen

Die offene Situation erneut betrachten.

Was steht weiterhin offen?
Hat sich etwas geklärt?

Bei dem bleiben, was sich jetzt zeigt.

Zeigt sich eine mögliche Antwort – oder bleibt die Frage zunächst offen?

Eine weitere Sicht

Die bisherige Sicht auf die Situation einen Moment betrachten.

Was ist bekannt?
Was wird vermutet?
Welche Informationen fehlen?

Einer weiteren Sicht Raum geben, ohne die bisherige sofort aufzugeben.

Auch dort bleiben, wo sich keine weitere Perspektive zeigt.

Was tritt bei dieser Betrachtung in den Blick?

Die anderen im Blick

Die Aufmerksamkeit auf die Menschen richten, die an der Situation beteiligt oder von einer Antwort betroffen sind.

Was haben sie selbst zum Ausdruck gebracht?
Was ist über ihre Anliegen bekannt?
Was bleibt unbekannt?

Die eigene Vorstellung von ihrem Erleben als Vorstellung betrachten. Nicht alles ist von außen erkennbar.

Unterschiedliche Anliegen nebeneinander stehen lassen. Auch die eigenen gehören dazu.

Was fällt dabei auf?

Eine mögliche Antwort

Die Situation mit dem bisher Betrachteten noch einmal in den Blick nehmen.

Welche Antwort kommt in Betracht?
Was spricht dafür?
Was spricht dagegen?

Dabei die eigenen Möglichkeiten und Grenzen berücksichtigen. Ebenso die Anliegen der anderen Beteiligten.

Eine mögliche Antwort zunächst erwägen, ohne sie schon festzulegen.

Auch bei einer bereits erwogenen Antwort bleiben oder die Entscheidung noch offenlassen.

Was tritt als möglicher nächster Schritt in den Blick – und was bleibt noch offen?

Für den Moment

Die Betrachtung hier abschließen.

Eine mögliche Antwort vorläufig stehen lassen.
Eine offene Frage offenlassen.

Was ist jetzt da?

Bei Bedarf einzelne Worte für sich festhalten. Oder die Erkundung ohne Notiz beenden.

Erprobungsfassung · 0.1