Eine persönliche Erkundung · Presencing

Raum für eigene Wege

Im schulischen Alltag Aufgaben stellen, Orientierung geben und Lernen begleiten: Dabei entstehen Bedingungen, unter denen Schülerinnen und Schüler eigene Fragen einbringen, Entscheidungen treffen und sich mit einem Gegenstand auseinandersetzen.

Die folgenden Impulse laden dazu ein, eine überschaubare Lernsituation zu betrachten. Welche Möglichkeiten standen offen? Welche eigenen Beiträge und Wege wurden sichtbar? Welche Unterstützung war zugänglich?

Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Aufgabe, Vorgaben, Beteiligung und Unterstützung. Wie Lernende eine Situation erleben, lässt sich aus ihrer Gestaltung allein nicht ableiten. Eigene Äußerungen der Lernenden erhalten deshalb ebenfalls Raum, soweit sie erinnerbar sind.

Die Betrachtung eröffnet vielleicht Fragen an die Gestaltung, lässt Bewährtes eventuell deutlicher oder Ungeklärtes sichtbar werden. Auch eine unveränderte Sicht hat Raum. Ein Vorsatz zur Veränderung wird nicht vorausgesetzt.

Den Weg im eigenen Tempo gehen. Bei einer Frage verweilen oder sie offenlassen.

Für persönliche Notizen steht ein ausfüllbarer Dokumentationsbogen als PDF zur Verfügung. Einzelne Worte genügen. Nicht jedes Feld braucht einen Eintrag.

Den ausgefüllten Bogen auf dem eigenen Gerät speichern. Eine Rückgabe oder Übermittlung an den Resonanzraum ist nicht vorgesehen.

Dokumentationsbogen öffnen (PDF, neuer Tab)

Vorkenntnisse oder die vorherige Nutzung anderer Erkundungen werden nicht vorausgesetzt.

Erprobungsfassung · 0.1

Eine Lernsituation betrachten

Eine überschaubare Situation aus dem schulischen Alltag in Erinnerung rufen, in der Schülerinnen und Schüler sich mit einer Aufgabe oder einem Gegenstand beschäftigt haben.

Eine Einzelarbeit.
Eine gemeinsame Aufgabe.
Ein Gespräch.
Eine Übungsphase.
Oder eine andere Situation.

Zunächst bei der Situation bleiben, ohne die eigene Gestaltung bereits zu bewerten.

Womit waren die Lernenden in dieser Situation beschäftigt?

Was vorgegeben war und was offenstand

Die Situation noch einmal betrachten.

Was war bereits festgelegt?
Was konnten die Lernenden mitentscheiden?
Was lag in ihrer eigenen Bearbeitung oder Gestaltung?

Auch kleine Gestaltungsspielräume berücksichtigen.

Nicht jede Vorgabe schließt eigene Wege aus.

Was war in dieser Situation vorgegeben, und was stand offen?

Eigene Zugänge und Entscheidungen

Die Aufmerksamkeit auf das richten, was die Lernenden in der Situation gesagt oder getan haben.

Welche eigenen Fragen oder Vorschläge brachten sie ein?
Welche Wege wählten sie bei der Bearbeitung?
Welche Entscheidungen trafen sie?

Auch kleine Beiträge und unerwartete Zugänge berücksichtigen.

Bei dem bleiben, was erinnerbar ist. Wo ein eigener Zugang nicht erkennbar war, zunächst offenlassen, wie die Lernenden die Situation erlebt haben.

Welche eigenen Beiträge und Wege wurden in dieser Situation sichtbar?

Orientierung und Unterstützung

Die bisher betrachtete Situation noch einmal in den Blick nehmen.

Welche Hinweise, Rückmeldungen oder Orientierung standen den Lernenden zur Verfügung?
Welche Unterstützung war zugänglich?
Woran konnten sie sich bei ihren Entscheidungen orientieren?

Auch Materialien und die Unterstützung durch andere Lernende berücksichtigen.

Welche Unterstützung wurde erkennbar aufgegriffen?
Was blieb darüber unklar?

Angebotene und genutzte Unterstützung unterscheiden. Wie hilfreich sie erlebt wurde, lässt sich daraus allein nicht ablesen.

Welche Orientierung und Unterstützung standen den Lernenden für ihre eigenen Wege zur Verfügung?

Raum für eigene Wege

Die angebotenen Möglichkeiten, die sichtbaren Wege der Lernenden und die vorhandene Unterstützung gemeinsam betrachten.

Wie griffen diese in der Situation ineinander?
Wo zeigten sich andere oder unerwartete Wege?
Was bleibt über die Nutzung der Möglichkeiten unklar?

Auch eigene Wege außerhalb der vorgesehenen Möglichkeiten berücksichtigen. Aus einer nicht erkennbaren Nutzung zunächst keine Bewertung ableiten.

Was haben die Lernenden selbst über ihre Beteiligung geäußert?
Was bleibt über ihr Erleben offen?

Welcher Raum für eigene Wege zeigt sich in dieser Situation?

Die Gestaltung noch einmal betrachten

Bei dem bleiben, was im Zusammenspiel von Möglichkeiten, eigenen Wegen und Unterstützung aufgefallen ist.

Was erscheint an der bisherigen Gestaltung sinnvoll?
Wo stellt sich eine Frage an Vorgaben, Beteiligung oder Unterstützung?
Was wäre mit den Lernenden zu klären?

Auch unterschiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse innerhalb der Lerngruppe berücksichtigen.

Nicht jede offene Frage verlangt sofort eine Veränderung. Auch Bewährtes beibehalten oder zunächst genauer hinsehen.

Was verdient bei der weiteren Gestaltung Aufmerksamkeit?

Für den Moment

Die bisherige Betrachtung noch einmal auf sich wirken lassen.

Welche Fragen bleiben offen?

Unterschiedliche Deutungen nebeneinander stehen lassen. Auch eine unveränderte Sicht hat Raum.

Was erscheint mir jetzt bedeutsam?

Erprobungsfassung · 0.1